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Neue Erkenntnisse zum Einfluss des Sonnenzyklus

Der Stärke des Einflusses der Sonnenaktivität auf das globale Klima ist bisher umstritten. Geoforschern aus Potsdam ist nun ein wichtiger Nachweis gelungen: Anhand von Bohrkernen konnte das sog. "Homersche Minimum" vor 2.800 Jahren mit einem "Grand Minima" der Sonnenfleckenaktivität in Verbindung gebracht werden. Gleichzeitig deutet einiges darauf hin, dass die kühleren und feuchteren Abschnitte im Klima auf Änderungen in der stratosphärischen Erwärmung durch stark veränderte UV-Strahlung zurückzuführen ist. Derzeit herrscht zwar kein "Grand Minima", also ein extrem stark ausgeprägtes Minimum in der Sonnenfleckenaktivität. Trotzdem fällt die Sonnenfleckenaktivität aktuell deutlich niedriger aus als üblich. Inwieweit sich das derzeitige Minimum der Aktivität aber auf den globalen Klimawandel auswirkt ist fraglich. Stefan Rahmstorf, Klimaforscher am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung, rechnet mit einem nur geringen Einfluss: Er rechnet mit maximal 0,3 Grad Abkühlung, überlagert von einer um 2 bis 4 Grad ausfallenden globalen Temperaturerhöhung.

Quelle: pnn.de
Zehn Prozent der Säugetiere gefährdet

Durch den Klimawandel sind rund 10% der Säugetiere bedroht. Das ist das Ergebnis einer neuen US-amerikanischen Studie. Demnach können viele Arten nicht in der benötigten Geschwindigkeit in neue Regionen umziehen. Insbesondere einige Primatenarten und insektenfressende Säugetiere sind von dieser Entwicklung bedrohlt. Im Rahmen der Studie wurde von 493 Arten die Wanderungsgeschwindigkeit ermittelt und mit den Verschiebungen der Lebensräume im Rahmen des Klimawandels verglichen. Für viele Tiere ist eine Wanderung mit den Lebensräumen nur sehr schwer möglich.

Quelle: welt.de
Neue Prognosen zum antarktischen Schelfeis

Bisher wurde das antarktische Schelfeis immer als relativ resistent gegen den Klimawanden eingeschätzt. Immer mehr Studien gehen jedoch davon aus, dass auch das antarktische Schelfeis bis zum Ende dieses Jahrhunderts verschwinden könnte. Zuletzt legen dies Ergebnisse aus einer im Fachblatt Nature erschienenen Veröffentlichung nahe. Die Forscher beschreiben, dass das Filchner-Ronne Schelfeis von warmem Wasser von unten angegriffen werde. Wenn das Schelfeis verschwindet, hat dies möglicherweise auch dramatische Konsequenzen für das Inlandeis - das Schelfeis auf dem Ozean wirkt wie ein Korken auf die Inlandmassen. Fällt dieser Korken weg, kann das Inlandeis ins Meer rutschen. Damit trägt nicht nur das Grönland- und das Gletschereis, sondern auch das antarktische Inlandeis zu einem Anstieg des Meeresspiegels bei.

Quelle: spiegel.de
Schuhhandel

Viele Branchen werden vom Klimawandel beeinflusst - so auch die Schuhbranche. Am Donnerstag diskutieren Schuhexperten beim Deutschen Wetterdienst in Offenbach über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Schuhbranche. Milde Winter und heisse Sommer könnten in Zukunft möglicherweise dafür Sorgen, dass ganze Produktsegmente in der Schuhpalette wegbrechen. So könnte den Halbschuhen als Übergangsmodell möglicherweise das Aus drohen, wenn Kunden von den Winterstiefeletten direkt in ihre Sommersandalen schlüpfen.

Quelle: fnp.de
Zeppelin für die Klimaforschung

In Friedrichshafen wurde der Startschuss für den bislang längsten Einsatz eines Zeppelin NT im Rahmen der Klimaforschung gegeben. Mitte Mai beginnt eine fünf Monate dauernde Expedition im Rahmen des EU Projektes Pegasos. Dabei soll in den bodennahen Luftschichten die Selbstreinigungskraft der Atmosphäre untersucht werden. Forscher des Forschungszentrum Jülich wollen Grundlagen für die Gesetze der Luftreinhaltung für die nächsten 50 Jahre sammeln. Im Projekt arbeiten 26 Partner aus 14 europäischen Staaten und Israel zusammen, um die Zusammenhänge von Atmosphärenchemie und Klimawandel genau zu erforschen.

Quelle: suedkurier.de
Neue Abschätzungen zu grönlandischen Gletschern

Die Schmelze von Gletschern auf Grönland wird einen Anstieg des Meeresspiegels verursachen. Wie stark dieser ausfällt, ist umstritten - die Prognosen fallen sehr unterschiedlich aus. Eine neue Studie der University of Washington hat nun neue Daten geliefert. Ausgewertet wurden umfassende Satellitendaten von etwa 200 grönländischen Gletschern. Die Ergebnisse lassen vermuten, dass der Anstieg des Meeresspiegels weit geringer ausfallen dürfte als vermutet. Allerdings sind wie so oft einige Schwachstellen in der Studie: So wurden nur die Wintermonate in der Studie erfasst. Außerdem zeigte es sich, dass das Gletscherverhalten räumlich sehr variabel ist. So gibt denn die Studie auch keine Entwarnung - werden beispielsweise Kipppunkte im Klimasystem überschritten, kann die Gletscherschmelze sich massiv beschleunigen.

Quelle: spiegel.de
Wechselhafter April 2012

Der April 2012 war ein typischer Monat - wechselhaft. War es in der ersten Monatshälfte noch verbreitet zu kühl, konnte das Mittel in der zweiten Monatshälfte mehr als ausgeglichen werden: Deutschlandweit lag das Monatsmittel rund 0,7 Grad über der Referenzperiode 1961 - 1990. Die Osterfeiertage fielen dabei frostig aus - verbreitet gab es in Deutschland Schnee und Minusgrade. In der zweiten Monatshälfte war es insbesondere in den östlichen Bundesländern überwiegend frühlingshaft. Das Niederschlagssoll von 58 Litern pro Quadratmeter wurde im Mittel um 17% unterschritten. Die Niederschlagsmengen waren jedoch räumlich sehr variabel, sowohl von der Menge als auch von der Niederschlagsart: So lag am 8. April am Starnberger See der Schnee 13 cm hoch. April, April, der weiss nicht was er will...

Quelle: dwd.de
Insgesamt 26 Tote durch Blitzschlag in Indien

Blitzeinschläge haben in Indien insgesamt 26 Todesopfer und weitere Verletzte gefordert. In einem Hindutempel in Kolkata ist ein Blitz eingeschlagen, wobei 10 Menschen ums Leben kamen. Weitere 16 Menschen wurden bei Blitzeinschlägen in Andhra Pradesh getötet. Meist handelte es sich bei den Opfern um Bauern oder Obdachlose.

Quelle: zeit.de
Intensivierung des Wasserkreislaufes

Der Wasserkreislauf wird durch ansteigende Temperaturen stärker als bisher angenommen intensiviert. Jedes Grad Temperaturerhöhung resultiert in einem rund 8% stärkeren Wasserkreislauf. Ein internationales Forscherteam berichtet im Fachmagazin Science, dass im Rahmen des Klimawandel der Wasserkreislauf bei einer Temperaturerhöhung von 2 bis 3 Grad um rund 16% bis 24% schneller zirkuliere. Dabei werden trockene Gebiete noch trockener, niederschlagereiche Gebiete erhalten mehr Wasser durch häufigere Starkregen. Bisher habe sich der Wasserkreislauf seit 1950 um rund 4% verstärkt.

Quelle: scinexx.de
Eisschmelze durch veränderte Windströmungen

Das Schelfeis der Antarktis schmilzt aufgrund mehrerer Faktoren - zwei davon sind veränderte Wind- und Meeresströmungen. Durch den Klimawandel wurden Stärke und Richtung der Winde bereits verändert. Dadurch haben sich jedoch auch die Meeresströmungen in ungünstiger Weise für das Meereis verändert: Es kommt zu einer stärkeren Schmelze des Schelfeises. Das ist das Ergebnis einer im Fachblatt Nature veröffentlichten Studie. Mit Hilfe der Studie könnten zukünftig genauere Prognosen des Meeresstiegelanstiegs möglich sein hoffen die Autoren der Veröffentlichung.

Quelle: stern.de
Tigermücke breitet sich aus

Die in Asien beheimatete Tigermücke breitet sich in Folge des Klimawandels zunehmend in Richtung Europa aus. Das ist das Ergebnis einer Studie im Fachblatt Interface der Royal Society. Gefürchtet ist die Tigermücke in ihrer Heimat als Überträgerin der Tropenkrankheiten Degue- und Chikungunya-Fieber. Allerdings ist ihre Verbreitung in Deutschland bisher unkritisch, da es für eine Verbreitung der genannten Krankheiten auch einer Infektionsquelle bedarf. Diese ist bisher aber nicht vorhanden. Das Klima wird sich bis zum Jahr 2050 wahrscheinlich soweit verändern, dass sich die Tigermücke dann in großen Teilen Europas finden wird. Insgesamt ist der Klimawandel für diese Tiere so positiv, dass diese Mücke zu den 100 sich am schnellsten verbreitenden Tiere zählt.

Quelle: zeit.de
Stärkere Schwankungen des Getreidepreises

Amerikanische Forscher haben analysiert, dass durch den Klimawandel der Getreidepreis zukünftig stärkeren Variationen unterworfen ist. Betrug die Schwankung des Getreidepreises zwischen 1980 und 2000  rund 43%, dürfte diese laut Modellanalysen für die USA zwischen 2020 und 2040 auf etwa 177% ansteigen. Ungünstig wirkt sich dabei ein Biokraftstoff-Gesetz aus, welches Beimengungen von Ethanol zum Kraftstoff fest vorschreibt. Flexibilität in den Beimengungen von Ethanol könne jedoch grundsätzlich die Schwankungsbreite dämpfen: In Jahren mit guten Ernten werde einfach dem Sprit mehr Ethanol zugesetzt, in schlechten Jahren müsse die Ethanolbeimengung geringer ausfallen.

Quelle: ftd.de
Schwund bei den Gebirgspflanzen

Der Klimawandel verringert die Artenvielfalt der Pflanzen in den Gebirgsregionen. Das ist das Ergebnis eines neuen Artikels im Fachmagazin Science. Wärmeliebende Pflanzen wandern aktuell in Nord- und Zentraleuropa in höhere Regionen und drängen dadurch kälteliebende Pflanzen zurück. Zunächst steigt daher in höheren Regionen die Artenvielfalt an. Dies ist aber nur eine Übergangsphase erklärt der Autor des Artikels Harald Pauli vom Institut für Gebirgsforschung in Wien. Längerfristig würden kälteliebende Arten weiter zurückgedrängt. In Mediterranen Regionen ist ein Rückgang der Artenvielfalt in allen Gebirgsregionen zu verzeichnen. Es handelt sich in der Gesamtbetrachtung nicht "um ein paar Blumen", sondern betroffen seien auch bedeutende Heilpflanzen.

Quelle: welt.de
Wie grün ist die Cloud?

Alle Welt spricht über die Cloud und nutzt - wissentlich oder unwissentlich - Dienste in der Cloud. Greepeace bewertete jetzt bekannte Größen im Internet hinsichtlich des Energieeinsatzes: Wie viel der erzeugten Energie stammt aus konventionellen Quellen wie Kohle oder Öl, wieviel stammt aus umstrittenen Quellen wie Atomenergie, und wie viel Strom kommt aus sauberen regenerativen Energiequellen? Schlecht schnitten in der Studie Microsoft, Apple und Amazon ab, gut bis sehr gut Facebook und Google, aber auch HP.

Quelle: handelsblatt.com
Englische Dürre

 In England herrscht seit geraumer Zeit eine ungewöhnliche Dürre. Seit Anfang April wurden im Südosten Englands bereits Gartenbewässerungen durch Schläuche und das Autowaschen von den Versorgungsbetrieben verboten. Der Schiffsverkehr auf einigen Verbindungskanälen ist bereits beeinträchtigt. Über Ostern hat es zwar einige Regenfälle gegeben, jedoch haben diese kaum Linderung verschafft. Offiziell wurde jetzt auch der Westen Englands zum Dürregebiet erklärt. Bisher gibt es zwar keine Verbrauchsbeschränkungen seitens der Versorgungsbetriebe. Wenn jedoch die Trockheit bis zum Herbst/Winter der kommenden Saison reiche, sei auch dort mit einer verschärften Situation zu rechnen. 

Quelle: faz.net